Leben einer Träumerin
Das Betreten des Rasens ist verboten.
Das Ballspielen im Hof ist verboten.
Das Betreten des Gründstücks ist verboten.
Das Rennen auf dem Flur ist verboten.
Das Betreten der Baustelle ist verboten.
Das Klettern auf den Bäumen ist verboten.
Das Rutschen auf dem geländer ist verboten.
Das Öffnen des Fensters ist verboten.
Das Offenlassen der Türen ist verboten.
Das Fahren mit Fahrrädern ist verboten.

Es ist verboten, auf den Boden zu spucken,
während der Fahrt mit dem Fahrer zu sprechen,
den Notschalter zu betätigen,
sich hinauszulehnen,
einfach auszusteigen,
ohne Fahrschein zu fahren,
sich nicht anzuschnallen,
keinen Helm zu tragen,
nackt zu baden,
laut Musik zu hören,
mit Kippen Löcher in die Sitzbänke zu brennen,
das Eis zu betreten,
über den Zaun zu klettern.

es ist auch verboten,
Steuern zu hinterziehen,
Waffen zu verschieben,
Geld zu waschen,
die Umwelt zu vergiften,
Menschen auszubeuten,
zu foltern,
zu verstümmeln,
verhungern zu lassen,
zu ermorden,
die Menschenwürde zu missachten.

Auch das ist verboten.
Und passiert trotzdem.
Jeden Tag.
Überall.
Aber keiner stört sich daran.
Keiner regt sich drüber auf.
Das ist NORMAL.
Das ist eben so.
Und keiner schreit vor Empörung.
Vor Entsetzen.
Vor ohnmächtiger Wut.
Aber wehe,
einer betritt den Rasen,
dessen Betreten verboten ist...

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